Polaroid 300 Test

Der Pionier Edwin Herbert Land entwickelte 1947 den Sofortbildfilm, der in seiner eigenen Firma Polaroid hergestellt wurde. Bereits 1860 wurden von Jules Andre Gabriel Bourdin die ersten Vorläufer dieser Filmart entwickelt. Für die Sofortbildfotografie und Sofortbilder wurde der Name Polaroid zum Gattungsnamen. Bereits im Jahr 1948 begann der Verkauf des Polaroid-Modells 95. Die Polaroid Kamera wurde, ebenso wie die Filme der 40er-Serie (ca. 83 x 108 mm), bis 1992 produziert.

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Die Sofortbildkameras waren meist einfache und vor allem klobige Holzkästen und später Konstrukte aus Plastik. Aber Polaroid stellte auch anspruchsvolle Modelle und Spezialkameras her. Wer selbst keine Sofortbildkamera besaß, kam spätestens durch die Sofortbild-Passbildautomaten auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen mit dieser Technik in Kontakt – natürlich meinen wir die ältere Generation der Automaten. Für professionelle Mittelformat- und Großformatkameras (wie Hasselblad und Linhof) waren Sofortbild-Rückteile erhältlich. So konnten Studiofotografen Beleuchtung, Fotolayout und die einwandfreie Funktion der Kamera sofort überprüfen. Im Februar 2008 stellte Polaroid die Produktion von Sofortbildkameras ein. Der Letzte Polaroid-Film T600 verließ am 17. Juni 2008 das niederländischen Werk Enschede.

Wie Auferstanden aus dem Kamera-Himmel hat Polaroid das Modell „Polaroid 300“ auf den Markt gebracht. In unserem Ratgeber schauen wir uns dieses Modell etwas genauer an und beleuchten Vor- und Nachteile.

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Polaroid 300: Funktionen

Die analoge Sofortbildkamera fördert nach dem Auslösen hochglänzende Bilder im Visitenkartenformat (ca. 46 x 61 mm) mit weißem Rahmen zu Tage. In Zeiten, in denen nahezu jedes Handy mit Kompaktkameras konkurriert und mittlerweile inflationär auf den Auslöser gedrückt wird, bekommt die Polaroid Kamera eine ganz neue Bedeutung.

Die Polaroid 300 Kamera ist zugegebenermaßen nicht wirklich innovativ. Die Polaroid 300 ist in einem Polaroid üblichen Plastikgehäuse in Rot und Blau aber auch in Schwarz, erhältlich. Ein Blitzlicht ist in der Kamera bereits fest verbaut. Für den Betrieb benötigt die Kamera vier herkömmlichen AA-Batterien. Um die Batterien zu schonen, schaltet sich die Kamera nach ca. 5 Minuten eigenständig in den Standby-Modus. Mit einem Gewicht von ca. 320 Gramm ist die Polaroid 300 ca. 13 Gramm schwerer als z.B. die Fujifilm Instax Mini 8.

Ersatzfilme erhält man in Onlineshops wie Amazon. Preislich sind diese jedoch etwas teurer als bei anderen Sofortbildkameras.

Schwarz, Rot oder Blau: Sie haben die Wahl

  • Schwarz
  • Rot
  • Blau
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Technische Details der Polaroid 300

Die Polaroid 300 Kamera verfügt, wie viele Digitalkameras, über eine Vielzahl von Voreinstellungen, die sich für unterschiedliche Aufnahmesituationen eignen. Der Benutzer hat die Wahl zwischen vier verschiedenen Modi für: Tageslicht; bewölkten Himmel; starken Sonnenschein und grelles Licht und Innenaufnahmen.

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polaroid-300-erfahrung

Die kleine Polaroid 300 hat einen fest eingebauten Blitz, der bei schlechten Lichtverhältnissen automatisch aktiviert wird. Die Polaroid Kamera entwickelt die Bilder mit traditioneller Filmchemie, wobei sich die Bildqualität, laut Kundenstimmen, als eher mittelmäßig erwiest. Einige Bilder scheinen etwas blass zu werden. Mit einer Entwicklungszeit von ca. 3-5 Minuten braucht sich die Polaroid 300 nicht vor ihren Konkurrenten verstecken.

Nachdem Sie das Foto aus der Kamera entnommen haben, sollten Sie dieses für ca. 3-5 Minuten mit der Motivseite nach unten ablegen und vor Lichteinflüssen schützen.

Der Belichtungsbereich beträgt 1/60 Sekunde. Der Belichtungsmodus erfolgt fest programmiert und automatisch. Der mindeste Fokussierungsabstand beträgt: 60 cm. Reichweite des integrierten Blitzes: 0,6 – 2,7 Meter. Die Kamera hat eine Abmessung von: 12,1 x 6,4 x 12,7 cm.

Polaroid 300: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Sofortbildkamera mit Spaßfaktor
  • Handlich und sehr einfach in der Bedienung
  • Automatik mit Einstellmöglichkeit für 4 Bildszenen
  • Eingebauter automatischer Blitz für schwierige Lichtverhältnisse
  • Blitz (jedoch nicht steuerbar)
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile

  • Hohe Folgekosten für die Filme

Unser Fazit

Das etwas ungewöhnliche Bildformat hat uns Anfangs etwas irritiert aber generell nicht weiter gestört. Die Fotos, die den klassischen Polaroid-Rahmen enthalten, werden innerhalb von 3-5 Minuten entwickelt. Die Folgekosten für die Filme sollte man bei diesem Modell im Blick haben. Wobei wir der Meinung sind, dass Sofortbilder ruhig etwas mehr kosten dürfen – sie sind halt wirklich etwas ganz besonderes. Als Fun-Kamera oder als Geschenk ist die Polaroid 300 auf jeden Fall zu empfehlen.

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